Chihuahua

Die Geschichte:

Der Ursprung der Chihuahuas ist nicht genau bekannt, deshalb gibt es dazu einige Legenden. Die Ursprungsregion wird in Mexiko, China oder auf Malta vermutet. Am wahrscheinlichsten ist Mexico, aus der grössten und nördlichen Provinz des Landes namens Chihuahua.
 
Chihuahuas waren schon zur Zeit der Azteken sehr beliebte Hunde. Starb ein Azteke, wurde er mit seinen Habseligkeiten und seinem Hund verbrannt, weil man davon ausging, dass der Hund dem Verstorbenen den Weg ins Paradies zeigt. Das tat der Hund aber nur, wenn er zu Lebzeiten gut behandelt wurde. Deshalb fehlte es den Chihuahuas an nichts. Die Hunde waren vorrangig den Häuptlingen und führenden Kriegern vorbehalten. Als die Rasse sich verbreitete, kamen auch Bauern in den Genuss, einen Chivi besitzen zu dürfen.

Eine weitere Ursprungstheorie ist die Verbreitung der Rasse auf Malta. Auch in ägyptischen Gräbern fand man Knochen kleiner Hunde. Ob die Chivis nun von Malta nach Amerika kamen oder von mexikanischen Bauern, das lässt nicht einwandfrei klären. 1904 gab es die erste Eintragung ins amerikanische Zuchtbuch und 1923 wurde dort der erste Rassestandard festgelegt. Um 1960 kamen Chihuahusa wohl von Malta nach England, wo der British Kennel Club die Rasse direkt anerkannte.

In Deutschland wurden die Chivis erstmals 1956 registriert:
FCI-Standard Nr. 218
Ursprung: Mexiko
Gesellschaftshund Gruppe 9 / Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion 6, Chihuahueno
Langhaar und Kurzhaar


​                                                         Unsere Zuchthündin Vicki


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                                               Diego unser Zuchtrüde

Der Chihuahua gilt als aufmerksam, flink und sehr mutig. Alle Farbschläge sind erlaubt und das Gewicht sollte zwischen 1500g und 3000g liegen, dabei 3000g aber nicht überschreiten. Manchmal findet man sehr kleine Hunde, die ausgewachsen kaum über 500g liegen und solche um 1000g. Von diesen Hunden sollte man Abstand nehmen, da sie sehr krankheitsanfällig sein können und die Lebenserwartung deutlich unter der eines gesunden Hundes liegt. Chivis werden sehr alt und deshalb trifft man auch recht häufig noch 16jährige Hunde an.
 
Der Chivi ist ein intelligenter, kesser Zwerg, der gerne und mühelos auch längere Strecken läuft. Deshalb ist ein Chivi auf keinen Fall ein Taschenhund oder ein Modeaccessoire. Er ist ein vollwertiger, fröhlicher Hund, der mit liebevoller und artgerechter Erziehung ein treuer Begleiter für viele Jahre ist. Der Hype unserer Zeit, den Hund zum Modehündchen mit Plüschröckchen und T-Shirts zu degradieren, ist schon sehr bedenklich. Das brauchen die robusten, kleinen „Feger“ sicher nicht.
 
Offizielle Zuchtvereine verzeichnen kaum wachsende Zahlen, dafür quillt das Internet über mit Anzeigen von Teacup-Hunden deutlich unter 1000g Endgewicht. Das ist reine Qualzucht und für den Hund ganz schrecklich. Es werden Hunde von Massenvermehrern angeboten, die auch oftmals aus Osteuropa stammen. Diese werden oft viel zu früh, mit 6-7 Wochen abgegeben, sind zu klein, zu jung, ungeimpft und unterzuckert. Vom Kauf im Internet und dem Kauf von Hunden ohne FCI-Papiere raten wir dringend ab.
 
Wir legen grössten Wert auf die Zucht gesunder Hunde. Alle Hunde haben FCI-Papiere, wir werden regelmässig kontrolliert und bilden uns ständig weiter. Bei uns darf jeder schauen kommen und wir sind jederzeit da, wenn Fragen sind; natürlich auch nach dem Kauf. Die neuen Hundebesitzer suchen wir sehr sorgfältig aus, damit die von uns liebevoll aufgezogenen und fröhlichen Hunde auch ihrer neuen Familie für viele Jahre viel Freude bereiten. Manchmal lohnt es sich auch auf einen Wurf zu warten. Der Kauf eines Hundes muss gut überlegt sein, man sollte sich auf jeden Fall gut über die Rasse und den Züchter informieren und bedenken, dass der Hund bis ca. 16 Jahre ein Familienmitglied ist.